Lastenaufzüge und Autoaufzüge in München und Oberbayern
Ein Lastenaufzug steht selten still, weil er alt ist – er steht still, weil er arbeitet. Und wenn in einer Tiefgarage der Autoaufzug ausfällt, kommt niemand mehr an sein Fahrzeug. Beide Anlagentypen sind Betriebsmittel, keine Bequemlichkeit. Wir warten, reparieren und modernisieren sie im Raum München und in ganz Oberbayern – herstellerunabhängig und mit Technikern, die Ihre Anlage kennen.
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Lastenaufzüge: Anlagen, die härter arbeiten
Ein Personenaufzug im Wohnhaus fährt vielleicht dreißigmal am Tag. Ein Lastenaufzug in der Produktion schafft das vor der Frühstückspause. Dazu kommt die Art der Beladung: Hubwagen, Rollcontainer und Paletten fahren über die Schwelle, statt dass jemand hineingeht. Genau daraus entsteht das typische Verschleißbild.
Wir betreuen Lastenaufzüge in Industrie- und Gewerbebetrieben, in Lager und Logistik, im Handel, in der Gastronomie und in Pflegeeinrichtungen – vom kleinen Speisenaufzug bis zu Anlagen im Tonnenbereich, hydraulisch wie seilgetrieben, mit Vertikalschiebetüren, Falttoren oder Drehtüren.
Worauf es bei Lastenaufzügen wirklich ankommt
- Bündigkeit. Bei einem Personenaufzug sind zwei Zentimeter Versatz eine Stolperfalle. Bei einem Lastenaufzug bleibt der Hubwagen daran hängen – und die Schwelle bekommt bei jedem Anfahren einen Schlag ab. Wir messen nach und regulieren die Anlage exakt ein.
- Türen und Schwellen. Anfahrschäden durch Ladungsträger sind die häufigste Einzelursache für Störungen. Verzogene Türblätter, ausgeschlagene Führungen und beschädigte Schwellenprofile erkennt man früh – wenn jemand hinsieht.
- Überlast und Lastverteilung. Wird regelmäßig einseitig oder über der Nennlast beladen, quittiert das die Anlage mit Führungsverschleiß und ausgelösten Überlasteinrichtungen. Wir prüfen die Überlasterkennung und sagen Ihnen, wenn die Anlage zur tatsächlichen Nutzung nicht mehr passt.
- Zyklenzahl statt Kalender. Ein Wartungsintervall, das für ein Wohnhaus sinnvoll ist, kann für eine Anlage im Schichtbetrieb zu weit auseinanderliegen. Wir richten den Wartungsplan nach der Beanspruchung aus, nicht nach dem Standardformular.
Lastenaufzug, Güteraufzug oder Kleingüteraufzug?
Die Begriffe werden im Alltag durcheinandergeworfen, rechtlich sind sie es nicht. Entscheidend ist, ob die Anlage Personen mitfahren lassen darf – als Begleitperson der Ladung – oder ob es sich um einen reinen Güter- beziehungsweise Kleingüteraufzug handelt, der ausschließlich beladen und von außen bedient wird. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Sicherheitseinrichtungen, Prüfung und Notruf.
In der Praxis sehen wir regelmäßig Anlagen, die längst anders genutzt werden, als sie einmal errichtet wurden. Das ist kein Vorwurf, aber es gehört auf den Tisch – im Zweifel klären wir das anhand der Unterlagen, bevor es die Prüfstelle tut.
Autoaufzüge: wenn der Aufzug die einzige Zufahrt ist
In München ist Grundstücksfläche das knappste Gut überhaupt. Deshalb erschließen viele Wohn- und Bürogebäude ihre Tiefgarage nicht über eine Rampe, sondern über einen Autoaufzug. Das spart die Rampenfläche – hat aber eine Konsequenz, die vielen Betreibern erst im Störungsfall bewusst wird: Fällt die Anlage aus, ist die gesamte Garage nicht mehr erreichbar. Nicht ein Bewohner ist betroffen, sondern alle.
Entsprechend behandeln wir Störungen an Autoaufzügen. Sie sind aus unserer Sicht kein Komfortthema, das bis zum nächsten Werktag warten kann.
Was Autoaufzüge technisch besonders macht
- Witterung und Streusalz. Anders als ein Aufzug im Gebäudeinneren steht ein Autoaufzug im Nassen. Fahrzeuge tragen Wasser, Schnee und im Winter Salz in den Schacht. Korrosion an Führungen, Toren und Schachtgrube ist deshalb ein Dauerthema – ebenso die funktionierende Entwässerung der Schachtgrube.
- Sensorik und Zufahrtssicherung. Lichtschranken, Fahrzeugerkennung, Absturzsicherung an der Zufahrt, Ampelsteuerung und Tore müssen zusammenspielen. Verschmutzte oder dejustierte Sensorik ist eine der häufigsten Ausfallursachen.
- Hydraulik. Viele Autoaufzüge sind hydraulisch ausgeführt. Undichtigkeiten, Absacken im Stillstand, träge Fahrt bei kaltem Öl und die Öltemperatur des Aggregats gehören zu den Punkten, die wir gezielt prüfen.
- Bedienung durch Laien. Bedient wird die Anlage von Bewohnern und Besuchern, nicht von eingewiesenem Personal. Verständliche Bedienlogik, funktionierende Beschilderung und ein erreichbarer Notruf sind hier keine Nebensache.
Abgrenzung: Autoaufzug oder Parksystem?
Ein Autoaufzug befördert Fahrzeuge zwischen Ebenen – er ist eine Aufzugsanlage und wird auch so betrieben und geprüft. Ein Parklift oder Doppelparker dagegen ist ein Parksystem: Er stapelt Fahrzeuge auf Stellplätzen und fällt in einen anderen Regelungsbereich.
Die beiden Systeme stehen in Tiefgaragen oft nebeneinander und werden im Sprachgebrauch gerne vermischt. Für uns ist die Unterscheidung eindeutig: Autoaufzüge betreuen wir – Parksysteme wie Parklifte und Doppelparker nicht. Dafür gibt es spezialisierte Anbieter, und wir halten es für redlicher, das offen zu sagen, statt eine Anlage anzunehmen, die nicht unser Fach ist.
Wenn Sie unsicher sind, was bei Ihnen verbaut ist: Schicken Sie uns ein paar Fotos der Anlage und des Typenschilds, dann sagen wir Ihnen, worum es sich handelt.
Typische Störungen – und was meist dahintersteckt
Die Kabine hält nicht mehr bündig
Bei Lastenaufzügen die klassische Beschwerde, weil sofort der Hubwagen hängen bleibt. Ursachen sind nachgelassene Bremsen, Verschleiß an Treibscheibe oder Seilen, bei Hydraulikanlagen ein Absacken durch undichte Ventile. Wir messen den Versatz über alle Haltestellen und stellen nach.
Tor oder Tür schließt nicht
Bei Lastenaufzügen meist Anfahrschäden, verschmutzte Führungen oder ein defekter Torantrieb. Bei Autoaufzügen kommen verschmutzte Lichtschranken, Endschalter und die Torsteuerung hinzu. Vieles davon lässt sich vor Ort beheben.
Die Anlage reagiert nicht mehr
Häufig eine ausgelöste Sicherheitskette, ein Schützschaden oder eine defekte Platine. Wir lesen den Fehlerspeicher aus und grenzen die Ursache ein, statt auf Verdacht Bauteile zu tauschen.
Überlast meldet, obwohl normal beladen ist
Dahinter steckt oft keine echte Überladung, sondern eine dejustierte Lastmesseinrichtung oder ein Fehler in der Aufhängung. Wir prüfen die Einrichtung, statt sie einfach höher zu setzen – sie ist eine Sicherheitseinrichtung.
Rost, Nässe und Ölspuren in der Schachtgrube
Bei Autoaufzügen das Warnzeichen schlechthin. Stehendes Wasser in der Schachtgrube greift Führungen, Puffer und Anschlüsse an. Wir prüfen Entwässerung und Korrosionsschutz und sagen Ihnen früh, wo etwas zu tun ist – Korrosionsschäden werden nie günstiger, wenn man wartet.
Was wir für Lasten- und Autoaufzüge übernehmen
- Wartung nach tatsächlicher Beanspruchung, nicht nach Schema F – mehr zur Wartung
- Reparatur und Störungsbeseitigung an Anlagen aller gängigen Fabrikate – mehr zur Reparatur
- 24-Stunden-Notdienst, an sieben Tagen die Woche – mehr zum Notruf
- Gefährdungsbeurteilung und Prüfmanagement, inklusive Begleitung der ZÜS-Prüfung – mehr zur Gefährdungsbeurteilung
- Modernisierung von Steuerung, Antrieb, Türen oder Notrufsystem – mehr zur Modernisierung
- Übernahme bestehender Anlagen von einem anderen Anbieter, ohne Umbau – so läuft ein Anbieterwechsel ab
Betreiberpflichten gelten hier genauso
Ein verbreiteter Irrtum: Weil ein Lastenaufzug „nur“ Güter befördert oder ein Autoaufzug „nur“ ein Fahrzeug bewegt, gelten weniger Pflichten. Das Gegenteil ist der Fall – es sind überwachungsbedürftige Anlagen im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung.
Als Betreiber verantworten Sie die Gefährdungsbeurteilung, die Festlegung und Einhaltung der Prüffristen, die wiederkehrende Prüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle und die Beseitigung erkannter Mängel. Dazu kommt der Notruf: Eine Anlage, in der Personen mitfahren dürfen, braucht eine funktionierende Zwei-Wege-Kommunikation zu einer ständig besetzten Stelle.
Wir dokumentieren jede Wartung und jede Reparatur nachvollziehbar. Sie haben damit im Ernstfall den Nachweis, dass Sie Ihren Pflichten nachgekommen sind. Verwalten Sie Immobilien? Dann finden Sie auf unserer Seite für Hausverwaltungen das Kundenportal mit Wartungsberichten, ZÜS-Nachweisen und Rechnungen.
Wenn neu gebaut oder ersetzt wird
Bei Lasten- und Autoaufzügen fällt die wichtigste technische Entscheidung bei der Antriebsart – und sie hängt weniger vom Geschmack ab als von Förderhöhe, Traglast und Gebäude.
- Hydraulisch – bei hohen Traglasten und geringen Förderhöhen meist die wirtschaftlichste Lösung. Kompakte Antriebe brauchen wenig Platz, Schachtgrube und Kopfhöhe fallen kleiner aus, und die Lasten werden direkt über den Schachtboden abgetragen statt über die Gebäudekonstruktion. Das ist besonders in Bestandsgebäuden ein Argument.
- Frequenzgeregelter Seilantrieb – die Wahl bei großen Förderhöhen oder wenn es schneller gehen muss. Höhere Investition, dafür geringerer Energiebedarf im Dauerbetrieb.
- Automatische Befreiungsfahrt bei Stromausfall – bei Anlagen mit Begleitperson aus unserer Sicht Pflicht, nicht Ausstattung.
- Kabine und Boden – wo mit Hubwagen oder Gabelstapler be- und entladen wird, entscheidet die Ausführung von Boden, Schwelle und Zargen darüber, wie die Anlage in fünf Jahren dasteht.
- Maschinenrichtlinie oder Aufzugsrichtlinie – wonach die Anlage auszulegen ist, hängt davon ab, ob Personen mitfahren dürfen. Das wird am besten früh geklärt, nicht erst bei der Abnahme.
Und unabhängig von der Technik gilt bei uns derselbe Grundsatz wie bei jeder Neuanlage: Die Steuerung muss herstellerunabhängig wartbar sein. Sonst sind Sie über die gesamte Lebensdauer der Anlage an einen einzigen Anbieter gebunden. Mehr zu Neuanlagen
Wissenswertes zu Lasten- und Autoaufzügen
Warten Sie auch Anlagen, die bisher woanders betreut wurden?
Ja, das ist bei uns der Normalfall. Für eine Reparatur brauchen wir keinen laufenden Wartungsvertrag. Und wenn Sie die Anlage ganz übernehmen lassen möchten, kümmern wir uns um Kündigung, Unterlagen, Notrufaufschaltung und Prüftermine. Umgebaut werden muss dafür nichts.
Bekommt man für ältere Lastenaufzüge noch Ersatzteile?
In den allermeisten Fällen ja. Gängige Verschleißteile halten wir selbst vorrätig, für ältere oder seltene Fabrikate arbeiten wir mit spezialisierten Lieferanten. Wo ein Originalteil nicht mehr produziert wird, prüfen wir gleichwertige Alternativen oder die Instandsetzung des vorhandenen Bauteils. Erst wenn beides ausscheidet, sprechen wir über eine Modernisierung – und auch dann muss selten die ganze Anlage raus.
Wie oft muss ein Lastenaufzug gewartet werden?
Eine feste Zahl für alle gibt es nicht. Maßgeblich ist die tatsächliche Beanspruchung: Zyklen pro Tag, Art der Ladung, Umgebungsbedingungen. Eine Anlage im Zweischichtbetrieb mit Staplerverkehr braucht ein engeres Intervall als ein Speisenaufzug in einem kleinen Betrieb. Wir sehen uns die Anlage an und schlagen ein Intervall vor, das zur Nutzung passt – nach oben wie nach unten.
Dürfen Personen im Lastenaufzug mitfahren?
Nur, wenn die Anlage dafür ausgelegt und zugelassen ist. Es gibt Lastenaufzüge mit zulässiger Begleitperson und reine Güteraufzüge, in denen das Mitfahren untersagt ist. Was für Ihre Anlage gilt, steht in den Unterlagen und muss an der Anlage erkennbar sein. Wenn Sie unsicher sind, klären wir das mit Ihnen – bevor es bei der nächsten Prüfung auffällt.
Wie schnell sind Sie bei einem ausgefallenen Autoaufzug vor Ort?
Störmeldungen nehmen wir rund um die Uhr an. Im Raum München und Oberbayern fahren wir möglichst am selben Tag an. Sind Personen eingeschlossen, hat die Befreiung absoluten Vorrang vor allen anderen Terminen. Wie schnell es im Einzelfall geht, hängt von Tageszeit, Entfernung und Auftragslage ab – wir sagen Ihnen bei der Meldung ehrlich, mit welchem Zeitfenster Sie rechnen können.
Planen Sie auch neue Lastenaufzüge?
Ja. Schicken Sie uns den Schachtgrundriss, dann sagen wir Ihnen, was hineinpasst. Wichtig ist uns dabei eine herstellerunabhängig wartbare Steuerung – sonst sind Sie später bei Wartung und Ersatzteilen an einen einzigen Anbieter gebunden. Mehr zu Neuanlagen
Lassen Sie sich unverbindlich beraten
Sie haben einen Lastenaufzug oder Autoaufzug, der Ärger macht, zu selten gewartet wird oder bei dem Sie sich bei den Betreiberpflichten nicht sicher sind? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – meist genügen ein paar Fotos der Anlage und des Typenschilds für eine erste Einschätzung.
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